Narrative

2. RELIGIöSE NARRATIVE

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2. RELIGIöSE NARRATIVE

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2. RELIGIöSE NARRATIVE

Christliches Europa? | Europa und Islam |Säkulares Europa? | Podiumsdiskussion

Location:

Volkshochschule Großer Saal

Creative Direction:

Ben Brummer

Date:

Time:

13:30 - 16:00

(Über die Veranstaltung)

Religiöse Narrative gehören zu den tiefsten Schichten europäischer Selbstdeutung. Sie prägen Vorstellungen von Menschenwürde, Gemeinschaft, Schuld, Vergebung, Freiheit, Ordnung und Hoffnung – auch dort, wo Europa sich heute säkular versteht. Der Slot „Religiöse Narrative“ fragt deshalb nicht nur nach Religion im engeren Sinn, sondern nach den Erzählungen, Symbolen und Sinnfragen, die Europas Geschichte und Gegenwart bis heute durchziehen.

Im Mittelpunkt stehen drei Perspektiven: das Christentum als prägende Kraft europäischer Identitätsbildung, der Islam als Teil europäischer Geschichte und Gegenwart sowie die Frage, was ein säkulares Europa eigentlich bedeutet. Dabei geht es nicht um einfache Bekenntnisse oder Gegensätze, sondern um eine offene Auseinandersetzung mit Tradition, Pluralität und politischer Kultur.

EUROPIA versteht religiöse Narrative als kulturelle Deutungsräume: Sie können verbinden, aber auch Konflikte sichtbar machen; sie können Orientierung geben, aber auch umkämpft sein. Gerade deshalb lohnt sich ihr kritischer Blick. Wer Europa verstehen will, muss fragen, welche religiösen Geschichten Europa geprägt haben – und wie sie heute neu gelesen werden können.

ABLAUF

13:30–14:00 · Christliches Europa?
Wolfgang Sander, Justus-Liebig-Universität Gießen
Wolfgang Sander ist emeritierter Professor für Didaktik der Gesellschaftswissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Sein Beitrag fragt, ob und wie christliche Traditionen Europas Selbstverständnis bis heute prägen – nicht als nostalgische Rückkehr, sondern als kritische Auseinandersetzung mit den geistigen Grundlagen europäischer Identität.

14:00–14:30 · Europa und Islam
Armina Omerika, Goethe-Universität Frankfurt
Armina Omerika ist Professorin für Ideengeschichte des Islams an der Goethe-Universität Frankfurt. Ihr Vortrag rückt den Islam nicht als äußeres Gegenüber, sondern als Teil europäischer Geschichte, Gegenwart und Ideengeschichte in den Blick – besonders dort, wo religiöse Traditionen, Minderheitenerfahrungen und gesellschaftliche Zugehörigkeit aufeinandertreffen.

14:30–15:00 · Säkulares Europa?
Hubert Knoblauch, Technische Universität Berlin
Hubert Knoblauch ist Professor für Allgemeine Soziologie an der TU Berlin und forscht unter anderem zu Religion, Kommunikation und Gesellschaft. Sein Beitrag fragt, was „säkular“ in Europa eigentlich bedeutet – und ob religiöse Sinnformen verschwinden oder sich in neuen gesellschaftlichen Formen fortsetzen.

15:00–16:00 · Podiumsdiskussion
Im Anschluss bringt die Diskussion die drei Perspektiven zusammen: Christentum, Islam und Säkularität erscheinen nicht als getrennte Themen, sondern als zentrale Fragen europäischer Selbstverständigung.

Ablauf am 11.14.2026

Entdecken Sie die EUROPIA-Konferenz 2026: Programm, Ablauf und zentrale Perspektiven auf Europas Narrative.